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Gemeinde muss Planungen für Kindergartenneubau unterbrechen

Die Gemeinde Wielenbach plant seit drei Jahren an der Raistinger Straße einen Kindergartenneubau. Die Entwurfsplanung steht schon, eigentlich hätte dieses Jahr mit dem Bau begonnen werden sollen. Jetzt sind Fördergelder weggefallen und die Finanzen der Gemeinde lassen das nicht mehr zu.

Bereits in der Planungsphase waren Kostensteigerungen in Millionenhöhe zu verzeichnen, die von der Gemeinde finanziell noch zu tragen gewesen wären. Dann wurde Mitte letzten Jahres ein Sonderinvestitionsprogramm des Freistaats zur Förderung von Kindergartenplätzen eingestellt. Wieder rund 1 Mio. €, die für den Neubau eingeplant waren und jetzt von der Gemeinde selbst zu tragen sind. Auch das hätte Wielenbach, wenn auch nur schwer, geschafft. „Jetzt aber liegt uns der Förderbescheid der Regierung von Oberbayern vor, der wiederum eine weit unter unseren Annahmen liegende Förderung ausweist. Zuletzt wurde noch das Förderprogramm für energieeffizientes Bauen gestoppt, aus dem wir 450.000 € erhalten hätten“, so Bürgermeister Harald Mansi. Damit ist die Gemeinde Wielenbach an einem Punkt angelangt, den Neubau aktuell nicht mehr finanzieren zu können.

Bürgermeister Mansi: „Nach derzeitigen Stand müssten wir auf Basis unserer Bauplanungen von den rund 6 Mio. € Baukosten rund 4,2 Mio. € aus unseren Hausmitteln für den Neubau aufbringen. 1,8 Mio. € sind als Förderung zugesagt.“ 2,4 Mio. € an Eigenmitteln hatte die Gemeinde Wielenbach im Haushalt für den Kindergarten vorgesehen, mehr sind aktuell neben den anderen Ausgaben nicht darstellbar.

Jetzt heißt es erst einmal warten, wie sich die Gemeindefinanzen in nächster Zeit entwickeln. „Wenn es gut läuft, können wir schon nächstes Jahr wieder einsteigen, es kann aber auch noch länger dauern, bis genügend Finanzmittel oder bessere Förderbedingungen zur Verfügung stehen.“ Auf alle Fälle wird die Verwaltung auch an Alternativen arbeiten, wie die notwendigen Kindergartenplätze geschaffen werden können. „Wir stellen alles auf den Prüfstand“, so Bürgermeister Mansi, „nur nicht, dass der Kindergarten gebaut wird“. Dieser wird kommen. Das ist erklärtes Ziel der Gemeinde. Auch werden andere Projekte hinterfragt oder geprüft, ob diese verschoben werden können. Aber das geht nicht von heute auf morgen.

Frau Christine Ulbrich, 2. Bürgermeisterin und Referentin für den Kindergarten: „Es ist bedauerlich, dass die Kommunen mit dem steigenden Bedarf an Kinderbetreuung finanziell so stark belastet werden. Hier braucht es mehr Unterstützung vom Land und vom Bund. Dabei ist es gar nicht die Anzahl der Kinder, die zu dem Bedarf an neuen Plätzen führt, sondern vielmehr der gestiegene Betreuungsumfang. Dieser ist mit dem gesetzlichen Anspruch auf eine Kinderbetreuung richtigerweise auch garantiert.“

Geplant ist in Wielenbach der Neubau einer Kita für 5 Gruppen. Neben 3 Kindergartengruppen sollen in der neuen Einrichtung auch eine Krippen- und eine altersgemischte Gruppe entstehen. Dort sollten die Kinder betreut werden, die derzeit in Zwischenlösungen, in einem Containerbau an der Rosenstraße und einem Interimskindergarten in der Ortsmitte untergebracht sind. Die Eltern müssen sich daher keine Sorgen machen: Betreuungsplätze sind in Wielenbach ausreichend vorhanden.

 

Für Rückfragen steht Ihnen Bürgermeister Harald Mansi gerne persönlich zur Verfügung.

Kita an der Raistinger Straße

An der Raistinger Straße entsteht eine neue Kindertageseinrichtung. Bis spätestens 2023 wird sie fertigegestellt.

Im Juni 2020 hat der Gemeinderat beschlossen, eine neue Kita an der Raistinger Straße zu errichten. Im Oktober und November hat die Gemeinde einen Architektenwettbewerb durchgeführt, in dem die Füllemann Architekten GmbH, Gilching für die Objektplanung ausgewählt wurde.

Das Haus wird aktiv auch von pädagogischer Seite geplant. Die Räumlichkeiten sollen die pädagogischen Konzepte unterstützen. Insbesondere Aspekte der Werkstattpädagogik können in dem teiloffenen Haus sehr gut umgesetzt werden.

Die Trägerschaft dieser Kita übernimmt die Gemeinde Wielenbach. Die neue Einrichtung, die letztlich Platz für bis zu 100 Kinder bieten wird, soll im Kita-Jahr 2022/2023 fertiggestellt werden. In dem Haus werden in bis zu fünf Gruppen voraussichtlich Kinder zwischen 1 und 6 Jahren betreut.
Zurzeit findet die Grundlagenarbeit im Projekt statt.

Neben der weiteren Detaillierung der Objektplanung werden zurzeit Ergebnisse der Gutachten verarbeitet. Erste Impressionen bieten Bilder aus dem Architektenwettbewerb.

Ansichten und Pläne

Projektbeteiligte

Projektbeteiligte sind unter anderem:

  • Objektplanung: Füllemann Architekten GmbH, Gilching
  • Tragwerksplanung: Lieb, Obermüller und Partner, München
  • Elektroplanung: Ingenieurbüro Klaus Heilmeier, Wessobrunn
  • Haustechnikplanung: Lindner Group KG, Arnstorf
  • Bau- und Raumakustik: BZS Bauphysik GmbH, Augsburg
  • Sachverständige Erschütterungsschutz: imb-dynamik GmbH, Herrsching

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