Genossenschaftliches Wohnen

Das Grundstück der Genossenschaft in Wielenbach an der Weilheimer Straße

Die MARO eG, Ohlstadt realisiert auf einem Grundstück der Gemeinde an der Weilheimer Straße einen Geschosswohnungsbau mit ca. 24 Wohneinheiten. Voraussetzung für die Zusage einer Wohnung ist die Mitgliedschaft in der MARO eG. Orstverbundenheit nimmt bei der Wohnungsvergabe eine zentrale Rolle ein. 

Der Gemeinderat hat sich in mehreren Beschlüssen dafür ausgesprochen, auf dem südöstlich gelegenen Grundstück des Baugebiets „Weilheimer Straße“ mit einer Grundstücksfläche von ca. 2.500 m² Geschosswohnungsbau im Genossenschaftsmodell zu realisieren. Für das Genossenschaftsmodell hat man sich entschieden, weil so am besten sichergestellt werden kann, dass damit langfristig die Versorgung der einheimischen Bevölkerung mit Wohnraum zu günstigen Mieten sichergestellt werden kann und keine Gewinne aus steigenden Marktpreisen zum Vorteil Dritter erzielt werden. Beim Genossenschaftsmodell wird ein projektbezogenes Kostenmietprinzip verfolgt, ohne Gewinnerzielungsabsicht der Genossenschaft. Neben den Kostenvorteilen des Genossenschaftsmodells werden in diesem Projekt noch weitere mindestens zehn Wohneinheiten durch den Freistaat im Rahmen der sogenannten einkommensorientierten Förderung gefördert. Dadurch können auch für Geringverdiener kostengünstige Wohnungen angeboten werden

Das damalige Gemeinderatsmitglied und jetzige erste Bürgermeister Harald Mansi hat in einem zweijährigen Prozess alle Möglichkeiten bezüglich der Umsetzung des Projekts im Genossenschaftsmodell ergebnisoffen betrachtet und deren Umsetzung versucht und geprüft. Dabei hat sich herausgestellt, dass alleinig eine Umsetzung mit der MARO eG zum gewünschten Ziel führen wird. Die Gemeinde Wielenbach ist bereits seit über sechs Jahren Mitglied der MARO eG.

Inzwischen konnte die MARO eG, Ohlstadt als Projektpartnerin gewonnen werden. Nach einer ersten Studie wird zurzeit die planerische Grundlagenarbeit fertiggestellt. Die Objektplanung wird durch die Dressler Mayerhofer Rössler Architekten, München umgesetzt.
 

Pressemitteilung vom 31.03.2021

Martin Okrslar (links), Vorstand der MARO mit dem Bürgermeister der Gemeinde Wielenbach, Harald Mansi, bei der Vertragsunterzeichnung

2018 wurde auf Antrag von Harald Mansi zum ersten Mal das Thema Geschosswohnungsbau für Wielenbach diskutiert. Von Anfang an war dabei die Umsetzung eines solchen Projekts im Genossenschaftsmodell als gute Möglichkeit im Gespräch. Am 25.03.2021, nach vielen Gesprächen, Bürgerinformationen, Beratungen und Beschlüssen war es dann endlich soweit: Die Gemeinde Wielenbach schließ0t mit der MARO Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen eG Verträge zum Bau von Wohnungen im Baugebiet an der Weilheimer Straße. Hierzu erhält die MARO von der Gemeinde ein rd. 2.500 m² im Erbbaurecht für 99 Jahre. Im Gegenzug hat sich die MARO verpflichtet, auf dem Grundstück mindesten 20 Wohnungen zu errichten, davon mindestens 10 geförderte Wohnungen. Das Projekt wird im Genossenschaftsmodell umgesetzt. Die Wohnungen werden von der Genossenschaft gebaut, bezahlt und bleiben auch im Eigentum der MARO. Wer eine Wohnung beziehen möchte, muss erst Mitglied der Genossenschaft werden. Die MARO wiederum gehört den einzelnen Mitgliedern der Genossenschaft. Für die Wohnung muss dann ganz normal Miete bzw. hier ein sogenannten Nutzungsentgelt bezahlt werden. Erstes Kriterium für die Vergabe der Wohnung ist die Ortsansässigkeit. Bürgerinnen und Bürger werden also bei der Wohnungsvergabe bevorzugt. Und das waren dabei auch die Ziele der Gemeinde: der Bau von Wohnungen für die einheimische Bevölkerung und das sichergestellt ist, dass diese Wohnungen auch langfristig für die ortsansässige Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Die Gemeinde Wielenbach freut sich, mit der MARO einen erfahrenen und leistungsfähigen Partner für ihr Projekt gefunden zu haben und wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung mit den Wielenbacher Bürgerinnen und Bürgern. In Kürze wird der Beteiligungsprozess starten. An einer Wohnung interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich schon in der Planungsphase in das Projekt einbringen. Bei Interesse steht Ihnen die MARO ab sofort gerne zur Verfügung (Frau Silke Beck, Mieter- und Interessentenbetreuung, Tel.: 08035 50695 – 14, E-Mail: s.beck@maro-genossenschaft.de).

Bürgermeister und Initiator des Projekts Harald Mansi freut sich sehr über diesen Meilenstein: „Für eine Gemeinde wie Wielenbach ist das ein großer Schritt und eine große Leistung, die man nicht genug würdigen kann. Immerhin stellt die Gemeinde in Zeiten kaum mehr bezahlbarer Grundstückspreise Bauland für die Schaffung von preisgünstigen Wohnungen zur Verfügung. Eine große Leistung und Entscheidung der Gemeinde, diesen Weg zu gehen und das Grundstück nicht zu Geld zu machen. Der zweite große Schritt ist hier, dass erstmals in Wielenbach der Bau von Wohnungen im größeren Umfang gefördert wird. In Zeiten immer knapper und teurer werdenden Baulands der richtige Weg. Die Nachfrage nach Wohnungen ist da, aber das Angebot fehlt auf den Dörfern mit seinen weitgehenden Einfamilienhausstrukturen. Ich hoffe vor Allem auf den Effekt, dass gerade Bürgerinnen und Bürgern, denen nach dem Auszug der Kinder Ihr Einfamilienhaus zu groß geworden ist oder aufgrund des Alters einfach nicht passt, Stichwort sind hier Unterhalt und Barrierefreiheit, in eine Wohnung wechseln. Damit wird Wohnraum für junge Familien, für die eigenen Kindern mit den Enkelkindern, frei. Und es muss nicht mehr so viel Bauland ausgewiesen werden.“

Herrn Martin Okrslar, Vorstand der MARO, hat das Engagement der Gemeinde von Anfang an überzeugt: „Wielenbach ist schon seit 2015 Mitglied bei der MARO, immer wieder kam es zu Gesprächen und es war toll zu beobachten, wie beharrlich die Schlüsselpersonen die Idee eines gemeinschaftlichen, genossenschaftlichen Wohnprojektes verfolgt haben. Imponiert hat uns auch, dass es über Jahre eine Gruppe interessierter Bürger gab, die sich mit der Idee eines gemeinschaftlichen Mehrgenerationen-Wohnens auseinandergesetzt haben. Das ist bei weitem nicht überall so und zeigt, dass Wielenbach ein intaktes und aktives Dorfleben hat! Als Genossenschaft freuen wir uns auch über die moderaten Konditionen beim Erbbauzins und möchten uns bei der Gemeinde dafür bedanken. Da wir diese Vergünstigungen in den Mieten an die künftigen Bewohner weitergeben, gehe ich davon aus, dass die MARO den Wielenbachern eine moderate Miete wird anbieten können. Als nächstes stellen wir nun das Planerteam zusammen und machen uns an die Arbeit. In rund einem Jahr dürften wir dann den Bauantrag eingeben, so dass wir hoffentlich im Frühjahr 2022 anfangen können zu bauen. Der Einzug sollte dann bis Ende 2023 möglich sein. Die Bürger und den Gemeinderat wollen wir immer gut informiert halten und wünschen uns, dass es ein Projekt wird, von dem die Wielenbacher bald sagen „das ist unseres“. "

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